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Monday, 29-Feb-2016 15:36:03 CET

 

 

 

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Übersicht TS-Erfahrungen

Umleiten von Tics II

von Marcel (19 J.) aus Ratingen (NRW)

Ich habe über eine Zeitung von der TS-Homepage erfahren, und bin sehr positiv überrascht.

Unter der Rubrik "TS-Erfahrungen" habe ich den Beitrag über das Umleiten von Tics gelesen, und kann dies nur bestätigen.

Ich leide seit meinem 10. Lebensjahr an Tourette. Anfangs war da nur ein Augenzwinkern, meine Eltern fanden das nicht besonders positiv. Man hat ein EEG mit mir gemacht und etliche andere Test, aber ohne Ergebnis. Eine dumme Angewohnheit wäre es, sagten dann meine Eltern, ich sei zu übermütig. Und immer, wenn mich mein Vater dabei "erwischte", durfte ich ne Stunde früher ins Bett. Na ja.......ich hab mich dann krampfhaft zusammengerissen, damit ich wieder länger wach bleiben durfte. Um 5 ins Bett, das ist nicht so toll, wenn man doch lieber mit seinen Freunden spielen konnte. Die Umwelt hat das eher leichter aufgenommen. Wer mich hänselte, dem drohte Ärger, das war meine einzige Waffe, mich zu wehren. Außerdem war ich mit Klassenbester in der Schule, und so hatte ich doch ein wenig Respekt. Dann war für eine Zeit lang Ruhe, bis es wieder so weiter ging......über Jahre.........mittlerweile ist das Blinzeln in ein Kopfrucken übergegangen. Jetzt bin ich 19 Jahre alt, und ich habe gelernt, dass man damit leben kann. Was mir aufgefallen ist, war, dass ich immer nur in bestimmten Situationen zu diesen Tics neigte: Sei es, wenn ich etwas überdachte, etwas malte, etc. Immer dann, wenn mich etwas beschäftigte. Jedoch, wenn ich mich auf die Couch legte, mit Musik und ruhte, war dem nicht der Fall. Ich möchte hiermit eine Ergänzung schreiben. Falls dies erlaubt ist. :-) Man kann diese Tics unterdrücken, jedoch nicht wegdrücken. Durch Entspannung, Meditation und Konzentration kann man schon eine Menge erreichen. Wer sich täglich eine halbe Stunde gönnt, auf ein Sofa legt und seiner Lieblingsmusik horcht, sich nur darauf konzentriert, die Augen schließt, der wird eine Kontrolle feststellen, und eine Entspannung. In diesem Zustand ist man fähig, die Tics zu kontrollieren, sich ihnen bewusst zu werden, und sie umzuleiten. Jedenfalls empfand ich das so. Bei mir traten sie nur auf, wenn ich mich nicht so fühlte, wie ich mich fühlen wollte. Also habe ich mich so oft wie es ging in einen Zustand des Wohlergehens gebracht. Da ich auch einen intensiven Drang nach Bewegung habe, bin ich einem Kampsportkurs beigetreten. Durch die Körperbeherrschung, das Training und die Entspannung kann man sehr, sehr viel erreichen.

Aber es ist wichtig auch seine Phasen zu haben, wo man sich "abreagieren" kann. Da ich mich schämte, vor allem vor meinen Eltern, war dies meist in meinem Zimmer. Hier war ich ungestört, und ich brauchte mich nicht darum zu kümmern, wer was dachte.

Da ich auch keine Probleme körperlicher Art hatte, ließen wir das mit weiteren Ärzten sein. In der Gesellschaft bin ich fähig, mich "unter Kontrolle" zu halten. Aber ich brauche auch eine Phase, mich auszutoben.

Ich kann hier nur noch einmal unterstützen, dass man diese Tics stark beeinflussen kann.

Ich habe erst vor kurzem über diese Homepage erfahren, wusste bis dahin nicht, dass meine Leiden sogar einen Namen hat. Ich war immer der Ansicht, dass es halt was "Besonderes" ist.

Ich weiß nicht, ob ich das hier überhaupt was bringt, aber vielleicht könnt Ihr es ja irgendwie einbringen.

Über weiteren Kontakt würde ich mich freuen.

Marcel (19 J.) aus Ratingen (NRW)

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